Wer folgt der SG Telgte?

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Wer folgt der SG Telgte?

Warendorf. Am kommenden Donnerstag ist es wieder soweit, die Warendorfer Fußballfamilie sucht in der Sportschule der Bundeswehr den 31. Hallenkreismeister. In diesem Jahr kämpfen 18 Teams um den Titel, ein Verein mehr als im Vorjahr.

Die hohe Teilnehmerzahl belegt, dass die Attraktivität dieses Turniers weiterhin ungebrochen ist. Wie im Vorjahr sagte zwar der TSV Ostenfelde ab, aber dafür sind der SC Müssingen und der SC Füchtorf wieder mit an Bord. Abgesagt hat zudem A-Liga-Schlusslicht GW Westkirchen.

Es ist ein Turnier mit langer Tradition. Im Jahre 1989 ging die Premiere über die Bühne, damals noch in der Von-Ketteler-Halle, die sich 1999 in Von-Galen-Halle umbenannte. Im Jahre 2008 wagte der TuS dann den großen Schritt. Die beengten Verhältnisse auf der Tribüne mussten ein Ende haben. Die logische Alternative war die Sportschule der Bundeswehr. Ein Schritt, der sich gelohnt hat. Nicht nur die Spieler haben eine geräumige Spielfläche, auch der Komfort für die Zuschauer genügt höchsten Ansprüchen.

Die haben zudem schon reichlich Tore gesehen. In 1498 Partien fielen 8.258 Treffer, also 5,51 Tore pro Spiel. Schon im Jahre 1992 ahnte man, dass die Ergebnisse des damaligen VfJ Sassenberg lange Bestand in den Rekordlisten haben werden. 1:20 gegen Milte 1:17 gegen den FC Greffen. Das sind die Niederlagen, die noch heute die höchsten in der Turniergeschichte sind. Einzig 2006 hätte es knapp werden können, als der DTKSV Warendorf mit 0:15 gegen Westbevern unterging.

Auch beim schnellsten Tor wurden schon Maßstäbe gesetzt. Der Ostbeveraner Stefan Hollmann traf im Jahre 2006 bereits nach einer Sekunde. Ein Rekord, der nicht mehr unterboten werden kann. Ein Freckenhorster trug sich 1992 in die Geschichtsbücher ein. Gundolf Neumann bekam in den drei Vorrundenpartien des TuS gegen Müssingen (3:2), Hoetmar (2:1) und Sendenhorst (0:2) jeweils eine Zeitstrafe. Der Gastgeber qualifizierte sich damals trotzdem für die Zwischenrunde

Auch die ewige Torjägerliste wird von einem Freckenhorster angeführt, der allerdings auch schon für die Warendorfer SU am Ball gewesen ist. 70 Tore brachte Thorsten Butz zustande. Der Sassenberger Tobias Ketteler, der bei der HKM auch schon für die DJK Milte und den TuS Freckenhorst aufgelaufen ist, schob sich mit seinen vier Treffern aus dem Vorjahr unter die Top 3 der ewigen Torjäger, hat 49 Turniertreffer nun auf seinem Konto. Zwischen ihm und Thorsten Butz liegt nur noch Klaus Hoppe auf Platz zwei, der 62 Tore erzielt hat.

Den besten Torjäger des Vorjahrs stellte Turniersieger SG Telgte. Josef Maffenbeier schlug zehnmal zu und konnte damit seinen Triumph aus dem Jahre 2015 wiederholten. Damals traf er zwölfmal, konnte aber nicht verhindern, dass sein Team im Halbfinale ausschied.

Die meisten Spiele und Spielminuten absolvierte der TuS Freckenhorst, der in 30 Jahren fast 65 Stunden auf dem Hallenparkett stand und in 217 Begegnungen aktiv war. Noch steht der TuS in der Rangliste der treffsichersten Teams an der Spitze. Die SG Telgte, Führende der ewigen Tabelle, hatte einmal weniger getroffen (728). Die meisten Gegentore (465) musste bislang der SC Hoetmar hinnehmen, der neben dem Veranstalter TuS Freckenhorst und dem VfL Sassenberg nie fehlte.

Der Sensationszweite des Vorjahrs, die DJK Milte, war erst das zweite Teams, welches als B-Ligist ins Finale einzog. Zuvor glückte das auch GW Harsewinkel. Das liegt allerdings schon 29 Jahre zurück. Im ersten Turnierjahr 1989 hatten die Harsewinkeler sogar als C-Ligist das Finale erreicht, scheiterten aber am aktuellen Titelinhaber SG Telgte mit 3:5.