Rückblick Kreisliga A: Mehr Schatten als Licht

Von in ,
Rückblick Kreisliga A: Mehr Schatten als Licht

Streng genommen war die Meisterfrage in der heimischen Kreisliga A schon zur Winterpause entschieden. Borussia Münster hatte da noch kein Spiel verloren, nur zweimal unentschieden gespielt. Es deutete auch nichts auf eine Schwächeperiode hin. Es kamen noch zwei weitere Remis hinzu und nur das letzte Saisonmatch beim TSV Handorf ging mit 1:2 verloren.
Das einzige Top-Team, welches der Borussia einen Punkt abknöpfen konnte, war die Warendorfer SU, die im Oktober daheim ein 1:1-Unentschieden erreichte. Doch aus der schnellen Rückkehr in die Bezirksliga wurde nichts. Dafür leistete sich die Sportunion zu viele Punktverluste. Die Truppe von Trainer Lukas Krumpietz war zwar das beste Auswärtsteam der Liga, doch im heimischen Stadion holte die WSU 19 Punkte weniger als Meister Borussia Münster, der allerdings zu Hause auch eine perfekte Saison spielte mit 15 Siegen aus 15 Begegnungen. Dabei verfügten die Warendorfer daheim und zu Hause jeweils über die beste Abwehr. Einzig die Heimtorausbeute von 2,4 Toren pro Spiel hinkt etwas hinterher und reicht in dieser Rubrik nur zu Platz sieben.
Am Ende enttäuschend verlief auch die Saison der Sassenberger, die in der Hinrunde noch geglänzt hatten, auch wenn sie da schon zu Borussia Münster einen Respektabstand von sieben Punkten hatten. Doch in der zweiten Saisonhälfte brach der VfL völlig ein. 22 Punkte aus 15 Spielen, was Platz neun in der Rückrundentabelle bedeutete und am Ende lediglich den vierten Platz im Endklassement einbrachte, zum zweiten Mal in Folge. Dabei gehörte das Bollmann-Team zu den absoluten Frühstarter in der Liga. 16 Tore brachten die Hesselstädter in der Anfangsviertelstunde zuwege, so viel wie kein anderer A-Ligist. Auch die Abwehr hielt dicht, kassierte lediglich vier Treffer. Aber fünf Spiele nach 1:0-Führung, die in 21 Partien glückte, konnten nicht gewonnen werden. Zudem drehte der VfL nur eine von sieben Partien nach Halbzeit-Rückstand in einen Sieg.
Für Everswinkel und Hoetmar lief es hier deutlich schlechter. Beide konnten keinen Sieg nach einem Rückstand nach 45 Minuten einfahren, der SC verlor sogar alle zehn derartigen Matches. Dennoch war die Saison für das Team vom Wiebusch, das im Vorjahr erst im Entscheidungsspiel retten konnte, ein Erfolg. Der Klassenerhalt stand frühzeitig fest. Von Ende November bis Mitte März leistete sich die Truppe von Trainer Dennis Averhage nur eine Niederlage. Gegenüber der Vorsaison feierte der SC vier Siege mehr, schoss aber auch zehn Tore weniger, blieb in den letzten vier Partien völlig ohne Torerfolg. Die Torquote von 1,07 wurde letztmals in der Bezirksliga-Abstiegssaison 2010/11 unterboten (1,0). Dafür hatte sich die Abwehr stabilisiert, 14 Tore weniger kassiert als ein Jahr zuvor. Zudem stammten neun der 59 Gegentore aus dem Derby gegen die Warendorfer SU.
An dieses Duell erinnert sich das Team aus Everswinkel nur allzu gern, konnte sie doch Mitte Februar aus dem Stadtstadion drei Punkte entführen. Es war einer der wenigen Lichtblicke beim SC DJK in einer insgesamt eher enttäuschenden Saison.
Die WSU-Reserve hingegen erwischte es in der Staffel 2. Schon zur Winterpause war die Hoffnung auf Rettung eher dürftig, aber bis zum letzten Spieltag war die Chance noch da. Aber der 3:0-Sieg über Hiltrup II brachte nicht das ersehnte Entscheidungsspiel, da Albersloh nicht mitspielte und sich selbst rettete. Immerhin holten die Warendorfer in der Rückrunde zehn Zähler mehr als im ersten Durchgang, doch der fiel mir nur acht Zählern einfach zu dürftig aus.