Aufstiegsrunde Kreisliga A: BW Beelen macht den Anfang

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Aufstiegsrunde Kreisliga A: BW Beelen macht den Anfang

Nicht 6 aus 49, sondern 2 aus 3 heißt die Glücksformel. Die reguläre A-Liga-Saison ist beendet. Da der Kreisvorstand die Ligen aufgrund der Pandemie gedrittelt hat, aber nur zwei A-Ligisten aufsteigen dürfen, muss die Entscheidung eine Aufstiegsrunde bringen. Am Ende steigen die beiden bestplatzierten Teams auf, der dritte Staffelmeister dürfte im Tränenmeer versinken.

„Es ist immer unschön, wenn du als Meister nicht aufsteigst, doch mit einem Scheitern beschäftigen wir uns im Vorfeld gar nicht“, gibt WSU-Coach Roland Jungfermann zu Protokoll. Beim A1-Meister BW Beelen ist die Ausgangslage eine ganz andere. Beelen wurde für viele überraschend Meister, spielte vor vier Jahren noch in der B-Liga. „Für uns ist die Aufstiegsrunde natürlich ein Bonus. Selbstverständlich wollen wir nun auch die Chance nutzen und in die Bezirksliga hoch. Sollte es aber nicht klappen, dann war es trotzdem eine phantastische Saison für uns“, erklärt Beelens Trainer Stefan Bruns.

Am Sonntag starten die Beelener, die es zunächst mit Westfalia Kinderhaus II zu tun bekommen. Um 15 Uhr steigt die Partie auf der Platzanlage von GW Amelsbüren. Die Beelener bangen indes um ihren besten Torschützen Mohamed Mara, der sich eine Oberschenkelverletzung zuzog. „Am Dienstag konnte er noch nicht trainieren. Mit Hilfe der Physiotherapeuten wird er hoffentlich rechtzeitig fit zum Sonntag. Das wird sich aber erst kurzfristig entscheiden“, berichtet Stefan Bruns. Definitiv ausfallen wird Patrick Neukötter. Aus der Quarantäne zurück sind Tobias Vornholt und Rafi Kurt. „Wir schauen nicht so sehr auf den Gegner, wollen unser Spiel durchdrücken, so wie wir es schon die gesamte Saison getan haben“, erläutert Stefan Bruns die Marschrichtung für Sonntag.

Vielfach wird die Kinderhauser Reserve als Top-Favorit der Dreierrunde genannt. Zweite Mannschaften sind immer eine Wundertüte, zumal Kinderhaus mit ihrer ersten Mannschaft in der Verbandsliga spielt. Mit Marco Schroetter, Kebba Touray, Jürgen Venikh, Niels Lautenbach und Rui Petro Guimares waren auch schon einige Akteure im Verbandsligateam aktiv. Ihre Qualitäten stellte das Torjäger-Duo Lautenbach/Guimares eindrucksvoll unter Beweis. Jeder traf 23-mal, beide waren für 57 Prozent aller Westfalia-Tore zuständig.

Die Warendorfer SU wird erst Pfingstmontag ins Geschehen eingreifen. Am Sonntag steht zunächst noch eine Trainingseinheit auf dem Programm, ehe es geschlossen Richtung Amelsbüren geht. „Solche Spiele werden im Kopf entschieden“, ist sich WSU-Trainer Roland Jungfermann sicher. „Alle drei Teams haben ihre Qualitäten, alle drei befinden sich auf Augenhöhe, auch wenn der Spielstil unterschiedlich ist. Wer am ehesten seine Nervösität in den Spielen ablegen kann, wird sich durchsetzen.“ Verzichten müssen die Warendorfer weiterhin auf Fabian Schütte und Nils Fellhölter. Pfingstmontag geht es dann in Everswinkel gegen den Sieger der morgigen Partie.

K Für kollektives Kopfschütteln sorgte hingegen die allzu frühe Festlegung der neutralen Spielorte. Vor allem das Sportgelände von Borussia Münster im dritten und entscheidenden Match sorgt für Unmut. Eine spätere und flexiblere Auswahl in Abhängigkeit der Teilnehmer hätten sich viele gewünscht. So könnte es möglicherweise zum Duell WSU gegen Beelen in Münster kommen, Chaos beim Parken inklusive.